Beschreibung des Vergleichstools

Stockanalyzer ist ein Analyse- und Vergleichstool bei der Kauf- und Verkaufsentscheidungen für Wertpapiere vorwiegend unter Bezugnahme des so genannten inneren Wertes getroffen werden.

Die Auslegung der Analyse durch Stockanalyzer wurde hauptsächlich durch die Lehren und Methoden von Benjamin Graham und Warren Buffet geprägt. Der Investitionsansatz ist folglich der Fundamentalanalyse zugehörig. Unsere Analysemethode unterscheidet sich grundlegend von Investmentstrategien, die auf technischer Analyse und Momentum beruhen und damit zumeist nur die bisherige Entwicklung des Marktpreises betrachten.

STAN ist besonders für jene Anleger geeignete, welche einen Anlagehorizont von 5, 10 oder mehr Jahren forcieren. Ebenso erleichtert er Laien den einstieg in den Aktienmarkt, da für solch eine Analyse keinerlei Vorwissen benötigt wird.

1-Dollar-Voraussetzung

Das Zielt ist, Unternehmen auszuwählen, bei denen jeder Dollar an einbehaltenen Gewinn in mindestens einen Dollar Markwert verwandelt wird. Dieser Test prüft, ob es den Managern gelungen ist, das Kapital sinnvoll an zu legen und überdurchschnittliche Renditen zu erwirtschaften.

Sicherheitsmarge

Bei der Sicherheitsmarge müssen mehrer Faktoren berücksichtigt werden:

  1. Ein Unternehmen muss das 5-fache seiner Zinsen erwirtschaften, damit eine ausreichend hohe Sicherheitsmarge gewährleistet ist.
  2. Der Unternehmenswert muss höher sein als die Schulden des Unternehmens
  3. Der Aktienkurs muss unter dem inneren Unternehmenswert liegen

Kurs-Gewinn-Verhältnis

Das KGV, dient als Kennzahl, die das Verhältnis des (geschätzten) Gewinns je Aktie zu ihrem aktuellen Marktkurs darstellt. Je niedriger der KGV einer Aktie ist, desto günstiger erscheint sie auf den ersten Blick. Man spricht hier von einer Unterbewertung, die häufig als Kaufanreiz dient.

Dividendenrendite

Die generelle Ausschüttung und die Höhe der Dividenden können von den Unternehmen selbst bestimmt werden. Hohe oder niedrige Dividendenrenditen sagen nichts über die Profitabilität eines Unternehmens aus. Für viele Privatanleger dient die Dividendenrendite als Ersatz für die niedrigen bis gar keinen Zinsen für Sparbücher, Bausparer, etc.

Gesamtbewertung

Die Gesamtbewertung bei Stockanalyzer besteht aus 45 Kennzahlen auf 10 Jahre aus der Bilanz eines börsennotierten Unternehmens. Die Kennzahlen werden nicht nur einzeln, sonder auch mit Werten aus Unternehmen der selben Branche verglichen. Durch die Kombination aus Kennzahlbewertung und Branchenvergleich kann eine noch hochwertigere Analyse gewährleistet werden.

Hinweis

Stockanalyzer ist kein Anlageberater und die Analysen dienen ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Es werden keine konkreten Empfehlungen zu bestimmten Anlagen oder zum Kaufen, Verkaufen oder Halten dieser gegeben. Denken Sie bitte daran, dass jede Art von Anlagen Verlustrisiken birgt und Sie sich mit einer Anlage vor dem Kauf genügend eigenen Informationen einholen sollten.

Für die Richtigkeit der Informationen kann keine Garantie gegeben werden. Auch wenn Formulierungen und Hinweise scheinbar zu einer Handlung auffordern sind die Autoren nicht für die tatsächliche Transaktion seitens des Nutzers auszumachen.

Glossar

Unser Glossar enthält Erklärungen zum Wortschatz unseres Tools.
Die enthaltenen Definitionen sollen das eindeutige Verständnis der verwendeten Begriffe ermöglichen.

Verschuldungsgrad
Der Verschuldungsgrad gibt prozentuell an, wieviel Fremdkapital auf eine Einheit Eigenkapital entfällt.

Berechnung
Fremdkapital / Eigenkapital * 100

Eingekapitalrendite
Eigenkapitalrendite dokumentiert, wie hoch sich das vom Kapitalgeber investierte Kapital innerhalb einer Rechnungsperiode verzinst hat.

Berechnung
Gewinn / Eigenkapital * 100%

Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)
Kennzahl, die das Verhältnis des (geschätzten) Gewinns je Aktie zu ihrem aktuellen Marktkurs darstellt.

Berechnung
Kurs der Aktie / Gewinn je Aktie

Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV)
Das Kurs-Buchwert-Verhältnis beruht auf der Überlegung, dass sich der Wert eines Unternehmens mit dem Wert dessen Eigenkapitals abbilden lässt.
Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV)
Verhältnis des (geschätzten) Umsatzes eines Unternehmens im Verhältnis zur Marktkapitalisierung

Berechnung
Kurs der Aktie / Umsatz je Aktie

Kurs-Cash-Flow-Verhältnis (KCV)
Kennzahl, die das Verhältnis von Aktienkurs zum Cash-Flow je Aktie angibt.

Berechnung
Kurs der Aktie / Buchwert je Aktie

Price-earnings-to-growth (PEG Ratio)
Das PEG zeigt an, ob das KGV (price-earnings) eines Unternehmens im Vergleich mit dem Wachstum (growth) des Unternehmens gerechtfertigt ist. Unternehmen mit einem PEG größer als 1 gelten als überbewertet, Unternehmen mit einem PEG kleiner als 1 als unterbewertet.

Berechnung
KGV / erwartetes langfristiges Wachstum

Marktkapitalisierung
Die Marktkapitalisierung ist der Aktienkurs mal die Anzahl der börsennotierten Aktien einer Aktiengesellschaft
Umsatzwachstum
Bezeichnung für die prozentuale Veränderung des Umsatzes eines Unternehmens im Vergleich zu einem Basisjahr. Meist wird das vorherige Jahr als Basisjahr festgelegt.

Berechnung
Umsatz aktuell / Umsatz Vorjahr – 1 * 100

Gewinnwachstum
Bezeichnung für die prozentuale Veränderung des Gewinnes eines Unternehmens im Vergleich zu einem Basisjahr. Meist wird das vorherige Jahr als Basisjahr festgelegt.

Berechnung
Gewinn aktuell / Gewinn Vorjahr – 1 * 100

Sachanlagen
Sachanlagen sind materielle Posten in Unternehmensbüchern und Bilanzen. Zu den Sachanlagen gehören Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Gebäude, die vom Unternehmen genutzt werden (Anlagevermögen) sowie Fertigungsstoffe (Umlaufvermögen).
Immaterielle Vermögensgegenstände
nichtstofflicher Vermögenswert eines Unternehmens, wie Standort, Kundenkreis, Firmenname, Organisation, Leitung und Mitarbeiterstamm (Firmenwert); Konzessionen; Kontingente; Erfindungen; verschiedene Rechte (Patente, Lizenzen, Warenzeichen- und Gebrauchsmusterrechte, Bezugs- und Belieferungsrechte, Urheberrechte, Verlagsrechte etc.).
Vorräte
Bezeichnung für die auf Lager befindlichen, für den Produktionsprozess oder für den Absatz bestimmten Erzeugnisse, Leistungen, Waren und Stoffe, die in der Bilanz unter den Positionen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen, fertige Erzeugnisse und Waren als Teil des Umlaufvermögens ausgewiesen werden.
Forderungen
Anspruch auf Entgelt für eine erbrachte Leistung. In der Bilanz sind Forderungen i.d.R. im Umlaufvermögen auszuweisen und zu untergliedern (Bilanzgliederung).
Umlaufvermögen
Zum Umlaufvermögen gehören: Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, Wertpapiere, Schecks, Kassenbestände, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten. Wertpapiere gehören nur zum Umlaufvermögen, wenn sie zur Veräußerung oder als kurzfristige Liquiditätsreserve bestimmt sind; andernfalls sind sie im Anlagevermögen auszuweisen.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten zählen zu den Schulden und sind – im Gegensatz zu Rückstellungen – prinzipiell dem Grunde und der Höhe nach gewiss. Zu den Verbindlichkeiten gehören Anleihen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Anzahlungen von Kunden, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Warenschulden), Schuldwechsel, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sonstige Verbindlichkeiten bes. aus Steuern und im Rahmen der sozialen Sicherheit.
Rückstellungen
Rückstellungen sind nach Handelsrecht Verbindlichkeiten, Verluste oder Aufwendungen, die hinsichtlich ihrer Entstehung oder Höhe ungewiss sind. Durch die Bildung der Rückstellungen sollen die später zu leistenden Ausgaben den Perioden ihrer Verursachung zugerechnet werden.
Eigenkapital
Jene Mittel, die von den Eigentümern einer Unternehmung zu deren Finanzierung aufgebracht oder als erwirtschafteter Gewinn im Unternehmen belassen wurden (Selbstfinanzierung).
Bilanzsumme
Die Schlusssumme der linken (Aktiva) bzw. rechten (Passiva) Seite der Bilanz, die wertmäßig gleich hoch sind.
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit
Kapitalfluss im laufenden Betriebsprozess
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist die Differenz aus Ein- und Auszahlungen, die im Investitionsbereich eines Unternehmens anfallen.
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist die Differenz aus Ein- und Auszahlungen, die im Finanzbereich eines Unternehmens anfallen.
liquide Mittel
Liquide Mittel umfassen Geldmittel, die zur sofortigen Zahlung bereitstehen. Dazu zählen vor allem Bargeld, Bankguthaben und Schecks.
Umsatzerlös
Erlöse aus Verkauf, Vermietung oder Verpachtung von typischen Produkten, Waren und Dienstleistungen im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsverkehrs nach Abzug von Erlösschmälerungen und Umsatzsteuer.
Betriebsergebnis
Ergebnis des betrieblichen Leistungsprozesses (Betriebsgewinn oder -verlust), festzustellen durch Gegenüberstellung der Kosten und Betriebserträge (Leistungen, Erlöse).
Zinsen
Als Zins bzw. Zinsen wird der Geldbetrag bezeichnet, mit dem ein Schuldner für geliehenes Kapital bezahlt.
Ergebnis vor Steuern
Das EBT „Earnings before Taxes“ dient v.a. dem internationalen Vergleich der Ertragskraft von Unternehmen (z.B. Tochterunternehmen eines Konzerns), die aufgrund ihrer Tätigkeit in verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Steuersätzen belastet sind.
Konzernjahresüberschuss
Der Jahresüberschuss ergibt sich als positive Differenz zwischen den Erträgen und Aufwendungen des betreffenden Geschäftsjahrs.